Zu Fuß die Natur erkunden, entlang verschlungener Pfade laufen und die moderne Welt für einen Moment vergessen. Für einen traumhaften Ausblick in die Berge muss man nicht besonders weit reisen.In kurzer Zeit erreicht man von Sachsen aus zum Beispiel das Riesengebirge auf der Grenze zwischen Tschechien und Polen. Wir haben den Rucksack gepackt und die Region zu Fuß erkundet.

Die Bergkette des Riesengebirges erinnert landschaftlich mit seinen eiszeitlichen Gletscherkaren und Bergseen an Teile der Alpen. Die höchste Erhebungen bilden die Schneekoppe (1602 m) sowie der Hochwiesenberg (1555 m) und das Hohe Rad (1509 m).

Für einen Wanderurlaub im Riesengebirge gibt es verschiedene Orte mit inzwischen neuen oder renovierten Hotels, Restaurants und weiteren Freizeiteinrichtungen.

Im Herzen des Riesengebirges,  liegt der Ort Spindlermühle, der sich in den letzten Jahren durch viele neugebaute Appartments und Hotels verändert hat. Hier tummeln sich im Winter die Sportbegeisterten. Im Sommer ist der Ort Ausgangspunkt für Wanderer aller Art. Nur 7,5 km vom Stadtzentrum entfernt entspringt die Elbe in 1400 Höhenmetern aus ihrer Quelle und bahnt sich den Weg durch das Tal.

Von Pec pod Snezkou (Petzer) bietet sich neben vielen anderen Wandermöglichkeiten der Aufstieg zur Schneekoppe an. Bei guten Wetterbedingungen fährt die Seilbahn in zwei Etappen bis nach oben auf den Gipfel.  In den höheren Berglagen gibt es noch einige hölzernen Schutzhütten, die charakteristisch für die Region sind und früher den Hirten dienten. Heute sind sie Raststätte und Unterkunft für Wanderer.

Unser Ausflugstipp für Familien ist der Baumwipfelpfad in Janské Lázně (Johannisbad) mit traumhaften Ausblicken auf die Berge und  in die Baumkronen.

Auf der polnischen Seite gelangt man von Karpacz (Krummhübel) aus auf die Schneekoppe, mehrere Routen führen hinauf. Seit 2018 gibt es auch einen neuen Sessellift, der auf knapp 1300m Höhe führt. Von dort aus sind es nur noch ca. 300 Höhenmeter und knapp eine Stunde bis auf den Gipfel, vorbei am Schlesierhaus. Dieses traditionelle über 95 Jahre alte Rasthaus bietet heute viele typische Gerichte und Erfrischungen mit Selbstbedienung an und lädt zu einer Pause auf dem Rückweg von der Schneekoppe ein.

In Karpacz selbst gibt es Hotels und Pensionen für jeden Geldbeutel und Geschmack. Das Städtchen hat auch eine kleine Fußgängerzone. Rundwanderungen sind ortsnah möglich, daneben gibt es viele Wanderwege im Nationalpark zu erkunden.

Zu den Attraktionen im Ort zählt auf jeden Fall die Kirche Wang. Diese evangelische Stabkirche wurde ursprünglich im Jahr 1200 am norwegischen Vang-See erbaut. Durch die Initiative einer Gräfin fand sie später den Weg ins Riesengebirge, wo Handwerker aus der Umgebung sie aus den Originalelementen wiedererrichteten.

Im Ort lädt Sie das Museum „Geheimnisse des Riesengebirges“ ein, die Geschichten und Legenden der Bergkette kennenzulernen. Die interaktiven Ausstellungsräume erzählen von den Heilpflanzensammlern, den Wallonen auf der Suche nach wertvollen Mineralien und dem Berggeist Rübezahl.

Im Nachbarort Kowary bietet Ihnen der Miniaturenpark einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten Niederschlesiens. Viele Schlösser, Burgen und Altstadtanlagen wurden  im Maßstab 1:25 nachgebaut.

Praktische Tipps:
Für die Einreise nach Tschechien und Polen benötigen Sie nur einen Personalausweis. Es empfiehlt sich vor Ort der Umtausch von EUR in die Landeswährung, dabei sollte man die Preise im Hotel bzw. Wechselstuben vergleichen. In den Restaurants ist teilweise auch Zahlung mit Kreditkarte möglich.

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